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Friedensglocke_Frankfurt_
15 Okt

Friedensglocke Frankfurt (Oder)

Keine Reise nach Frankfurt Oder ist vollständig, ohne ein wenig über die Wahrzeichen zu wissen. Ein solch faszinierendes Wahrzeichen, das bei Besuchern sicher ein Hit sein wird, ist die Friedensglocke.

Die Friedensglocke in Frankfurt (Oder) ist ein Baudenkmal für die Oder-Neiße-Grenze, die damals als Oder-Neiße-Friedensgrenze bezeichnet wurde. Die DDR hatte die Oder-Neiße-Grenze mit dem Görlitzer Abkommen bereits 1949 akzeptiert. Frankfurt (Oder) wurde so zur Grenzstadt und die östlichen Stadtteile als Słubice polnisch. Traditionell wird die Glocke am 1. September zum Weltfriedenstag geläutet.

Die Friedensglocke ist eine drei Tonnen schwere Eisenhartgussglocke, die in Morgenröthe im Vogtland gegossen wurde. Die Glocke erklingt im Ton Cis´. Sie trägt die Inschrift Friede und Freundschaft mit allen Völkern. Die Glocke wurde von der CDU der DDR zum VI. Parteitag am 27. Januar 1953 gestiftet. Aus diesem Grund muss bei der Frankfurter Kreisgruppe der CDU eine Erlaubnis eingeholt werden, wenn die Glocke zu bestimmten Anlässen geläutet werden soll.

Die Glocke hing bis 2011 in einem von Johannes Müller entworfenen Glockenhaus am Holzmarkt.

2002 wurde beschlossen, die Glocke ans südliche Ende des Holzmarktes zu versetzen. 2011 wurde ein neuer Glockenturm vom Architektenbüro Gruber + Popp errichtet. Die Glocke wurde am 2. Februar 2011 aus dem Glockenhaus entfernt und anschließend in Neuenhagen bei Berlin saniert. Die Gesamtkosten der Sanierung und des neuen Glockenturms beliefen sich auf rund 250.000 Euro. Eine Steinplatte mit Widmung aus dem Inneren des alten Glockenhauses wurde neben der neuen Glockenaufhängung angebracht. Am 30. August 2011 wurde der neue Standort der Friedensglocke an der Oderpromenade (52° 20′ 42,7″ N, 14° 33′ 26,7″ O) eingeweiht. Die Glocke wird jetzt von einem Edelstahlturm umrahmt und gehalten.